Im Alter gut versorgt

Dezember 23, 2011 · Abgelegt unter: Sparen 

„Schaffe, Schaffe, Häusle baue“ ist schon lange nicht mehr nur die Devise der Schwaben. Den Lebensabend einst komfortabel gestalten zu können, ist eine der Sorgen der deutschen Arbeitnehmer. Auch die Schutzklausel, die Renten von Kürzungen in wirtschaftlich schwachen Zeit ausschließt, lässt den sorglosen Ruhestand nicht bedingungslos zu. Also müssen alternative Finanzierungsideen her. Da mittlerweile von Staat so gut wie erwartet wird, privat für das Alter vorzusorgen, sind zahlreiche Angebote von Finanzinstituten auf dem Markt, die ein solches Unternehmen fördern. Die wohl bekannteste Rente ist die Riesterrente. Doch die Basisrente zur flexiblen Altersgestaltung bietet eine gute Alternative.

Zwar wird die Rürup-Rente, wie die Basisrente auch heißt, oft als Rente für die Wohlhabenden abgestempelt, doch trifft dies nur bedingt zu. Grundsätzlich richtet sie sich an Selbstständige und Freiberufler. Ihnen ist eine Riesterrente oder Betriebsrente nämlich verwehrt. Gleichzeitig gehören Freiberufler oder Selbstständige meist zu den Menschen der höchsten Steuerklasse. Darunter fallen natürlich auch die Wohlhabenden. Dennoch, wer im jungen Alter viel Steuern zahlt, sollte später möglichst wenig zahlen oder viel herausbekommen. Das ist das grundlegende Prinzip der Basisrente – dachte sich zumindest Erfinder und Wirtschaftswissenschaftler Pert Rürup. Für die Basisrente sind keine direkten staatlichen Zulagen vorgesehen, aber eindeutige Steuervorteile. Die Rürup-Rente fordert zwar höhere Beiträge als andere Modelle, aber immerhin können Singles im Jahr bis zu 20.000 Euro und Verheiratete bis zu 40 000 Euro anlegen. Seit der Einführung in 2005, können jedes Jahr 60 Prozent des Jahresbeitrags beim Finanzamt als Sonderausgabe angegeben werden. Dadurch wird das zu versteuernde Einkommen gesenkt. In den Folgejahren sollen die Steuervergünstigungen je um zwei Prozent angehoben werden. Der Fiskus muss ohne Gesetzesänderung ab dem Jahr 2025 einhundert Prozent der Basisrentenbeiträge als Sonderausgabe akzeptieren.

Die Summe, die im Ende ausgezahlt wird, hängt vom Startzeitpunkt der Einzahlungen ab. Momentan gelten aufgrund der längeren Lebenserwartung für Frauen noch andere Auszahlungstarife bei der Rürup-Rente als für das männliche Geschlecht. Allerdings werden die Sätze ab Ende Dezember 2012 einander angeglichen. Der europäische Gerichtshof hat im Frühjahr 2011 entscheiden, dass die gesamte Versicherungsbranche auf Geschlechtergleichheit umstellen muss. Auch wenn es dann sehr wahrscheinlich für Männlein und Weiblein jeweils teurer wird, lohnt sich die Rürup-Rente doch für die meisten Gutverdiener sowie definitiv für Selbstständige und Freiberufler als private Altersvorsorge.

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