Delkredererisiko - MoneyScreen

Delkredererisiko

Juli 9, 2009 · Abgelegt unter: Aktien, Finanzen 

Das Delkredere ist die Zahlungsfähigkeit eines Kunden. Diese kann aber nicht immer gewährleistet sein.

Das Delkredererisiko ist auch unter der Bezeichnung des Zahlungsausfallrisikos bekannt. Als Definition ist es die Gefahr, dass ein Käufer den geforderten Preis für die gekaufte Ware laut Kaufvertrag nicht bezahlen kann oder nicht gewillt ist diesen zu begleichen. Neben der Hauptforderung bezieht sich das Delkredererisiko auch auf Nebenkosten.

Das sind die Kosten die beim Verkäufer anfallen um sein Geld zu bekommen, wie Verzugszinsen, Vertragsstrafen u.ä.

Um dem Delkredererisiko entgegen zu wirken, werden Bonitätsprüfungen durchgeführt, oft werden Factoring Institute mit der Durchsetzung der Bezahlung hinzugezogen. Es wird ein Vertrag zwischen dem Unternehmen und dem Institut geschlossen.

Diese Institute übernehmen das Delkredererisiko, für ein Entgelt, das zwischen 0,8 und 2,5% liegen kann. Diese Factoring Institute tragen nun das Risiko das Geld gemäß des geschlossenen Kaufvertrages vom Käufer zu erhalten und können alle zur Verfügung stehenden Rechtsmittel einsetzen und die daraus entstehenden Kosten auch dem Käufer anlasten.

Bei Außenhandelsgeschäften geht das Delkredererisiko oft auf den Bund über durch Exportgarantien des Bundes. Die Möglichkeiten das Delkredererisiko gering zu halten ist auch durch Versicherungen gegeben, die gegen Zahlung einer Prämie oder eines Entgelts gewährleisten, dass keine Zahlungsunfähigkeit des Käufers den Verkäufer in finanzielle Schwierigkeiten bringt.

Comments

Tell me what you're thinking...
and oh, if you want a pic to show with your comment, go get a gravatar!





*