Wandelanleihe

August 2, 2009 · Abgelegt unter: Anleihen 

Die Wandelanleihe ist eine Möglichkeit für Aktienunternehmen Geldmittel am Kapitalmarkt aufzunehmen. In einem solchen Fall gibt das Aktienunternehmen eine Anleihe heraus ausgestattet mit einem Nominalzinssatz, einer fester Laufzeit und einem Wandlungsrecht.

Der Vorteile einer solchen Wandelanleihe für das Aktienunternehmen liegt darin, dass die Kapitalmittel zu einem geringeren Zinssatz als dem geltenden Kreditzins aufgenommen werden können. Außerdem kann das Unternehmen während der Laufzeit der Wandelanleihe mittels Aktionärsbeschluss bestimmen, zu welchem Zeitpunkt, in welchem Verhältnis und zu welchem Preis die Wandlung des Anleihenkapitals in Aktien vorgenommen werden soll.

Mit diesem Beschluss zur Wandlung der Anleihe verringert das ausgebende Unternehmen seinen Fremdkapitalbetrag und erhöht sein Eigenkapital. Die Zinszahlung und der Rückzahlungsanspruch für den gewandelten Anleihenbetrag erlöschen und es entsteht der Anspruch auf Dividendenzahlung für das neu entstandene Eigenkapital.

Nach dem Beschluss der Wandelbedingungen durch die Aktionäre des Unternehmens hat der Besitzer der Wandelanleihe das Recht, seinen Anleihenanteil zu wandeln. In diesem Fall wird sein Anteil der Wandelanleihe in die entsprechende Anzahl von Aktien umgewandelt. Sein Anspruch auf Verzinsung und Rückzahlung seines Anleihenbetrages erlischt und ersatzweise erhält er das Recht auf Dividendenzahlung, wenn das Aktienunternehmen einen entsprechenden Gewinn erwirtschaftet und die Auszahlung einer Dividende beschließt.

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