Wohn Riester - Konditionen und Chancen
Für viele Bundesbürger sind die eigenen vier Wände die beste Form der Altersvorsorge. Mit der Reform der privaten Altersvorsorge ermöglichte die Bundesregierung vor einigen Jahren auch die Förderung von Wohneigentum für die Altersvorsorge mit dem so genannten Wohnriester.
Die Konditionen des Wohnriesters gleichen prinzipiell denen der klassischen Riester-Rente. Allerdings wird der geförderte Sparvertrag durch eine Immobilie ersetzt. Die Förderung erhalten Anleger, die sich für einen Wohnriester entscheiden, beispielsweise auf die Tilgung eines zertifizierten Darlehns oder für den Kauf von Genossenschaftsanteilen. Wer also vier Prozent seines Brutto-Einkommens einzahlt und den jährlichen Höchstbetrag von 2.100 Euro dabei nicht überschreitet, kommt in den Genuss von 154 Euro Grundförderung. Bei Ehepartnern gilt die doppelte Förderung, für Kinder gibt es Zuschläge zwischen 185 und 300 Euro. Mit den Jahren kann sich die staatliche Förderung auf bis zu 50.000 Euro summieren - ein kleines Eigenheim zahlt damit der Staat fast komplett.
Trotz der günstigen Bedingungen haben sich bisher nur wenige Menschen für den Wohnriesters entschieden. Wie bei der Riester-Rente liegen die Tücken auch beim Wohnriester nämlich im Detail: So greift für den Wohnriester die nachgelagerte Besteuerung im Rentenalter. Die kann zwar über viele Jahre gestreckt werden, jedoch ist die Steuerlast vorab kaum genau kalkulierbar und kann im Alter zu einer unerwarteten Belastung werden. Wer nicht im Eigenheim wohnen bleibt, muss mit steuerlichen Nachteilen rechnen oder gar Teile der Förderung an den Staat zurückzahlen. Viele Sonderfälle wie der Bau eines Hauses mit einer Einliegerwohnung sind zudem selbst für Experten kaum nachzuvollziehen. Wichtig ist also eine professionelle Beratung und eine langfristige Lebensplanung, um die Vorteile des Wohnriesters voll nutzen zu können
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